Fensterleder – Nostalgie oder Evergreen

Beim Thema Fensterleder scheiden sich die Geister, unabhängig von Alter und Region. Wir meinen: Gut, dass wir heute Tools haben, die manche Arbeit erleichtern und beschleunigen. Und gut, dass es Fensterleder gibt.

Klassisches Fensterleder

Das klassische Fensterleder teilt Glas- und Gebäudereiniger in zwei Lager. Für die einen gehört das Fensterleder zum Job, wie das Amen in der Kirche. Die anderen nutzen lieber Mikro-fasertücher. Und klar, es gibt auch die, die beides gut finden. Je nach Art der Arbeit ist mal das eine mal das andere besser und schneller. Also gut: drei Lager.

Beim Thema Fensterleder scheiden sich also die Geister und das unabhängig von Alter und Region. Klar ist, dass das Fensterleder schon so gut wie ewig bei der Fensterreinigung eingesetzt wird. Bei klassischen Kassettenfenstern, wie sie bei Altbauten oder Schlössern auch heute noch vielfach vorkommen, gilt das Fensterleder für viele als unschlagbar.

Wahrscheinlich so gut wie jeder von Euch, musste zumindest in seiner Ausbildung zum Leder greifen. „Puppe formen“ oder „Keil legen“ gehören zu den traditionellen Techniken, um das Leder vorn Spitz zu legen. Eine Technik, die auch heute noch aktuell ist. Da ist es nicht schädlich, wenn Du Deinem eigenen Lehrling noch zeigen kannst, wie es geht. Oder zeig ihm dieses Video.

Die richtige Auswasch- und Trockentechnik entscheidet zudem über Streifen und Lebensdauer. Schwarze Stellen von den Gummilippen der Fenster lassen sich zum Beispiel mit Kernseife ausrubbeln. Anschließendes ausspülen mit klarem Wasser nicht vergessen. Nach der Arbeit zum Trocknen über den Eimer legen. Nie über die Heizung, da eine zu schnelle Trocknung das Leder spröde macht.

Die vollendete Geschmeidigkeit erlangt ein gutes Fensterleder mit der Zeit, wenn das Leder einige Wochen in Gebrauch ist und nach den entsprechenden Quadratmetern Fensterfläche. Zur Beschleunigung empfehlen Kollegen, das neue Leder in feinkörnigem, lehmfreien Kiesschlamm zu kneten und zu walken. Um dem Leder die restliche Gerbsäure zu entziehen legen andere ihr neues Leder eine Nacht in Salzwasser und waschen es anschließend sorgfältig aus. Alternativ wird empfohlen, das Leder in lauwarmem Wasser auszuwaschen bis die Gerbstoffe rausgespült sind. Wie Du das für Deine Arbeit beste Ergebnis erzielst, musst Du allerdings selbst ausprobieren. Denn wie schon gesagt, beim Thema Fensterleder scheiden sich die Geister.

UNGER Fensterleder sind übrigens aus hochwertigem Schafsleder (Sämischleder) im Chamois-Cut erstellt. Bei guter Pflege hält ein Fensterleder viele Jahre.

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