DI und RO – was ist das eigentlich?

> Reinwasser herstellen

> Deionisierung (DI) und Umkehrosmose (RO)

> HydroPower DI Filter

> RO-Reinwasserfilter

Die Deionisierung (DI) und der RO-Prozess beschreiben zwei Verfahrensweisen zur Herstellung von Reinwasser. clean Magazine verrät euch, was genau dahinter steckt.

Reinwasser ist Leitungswasser, dem in einem speziellen Filterprozess alle Mineralien entzogen werden. Dieser Prozess wird Entmineralisierung genannt. Für das Auge sind die Fremdstoffe im Wasser nicht zu erkennen. Sie werden erst sichtbar, wenn das Wasser nach der Reinigung trocknet – dann zeigen sich hässliche Kalkspuren und Streifen auf dem Glas. In der professionellen Glas- und Gebäudereinigung haben sich zwei Methoden der Entmineralisierung durchgesetzt: die Deionisierung (DI) und die Umkehrosmose (RO).

DI-Verfahren: Harz als Schlüssel zu reinem Wasser

Das DI-Verfahren verwendet speziell hergestellte Ionenaustauschharze, um Mineralienbestandteile aus dem Wasser zu entfernen. Dazu gehören Kationen, wie Natrium, Calcium, Eisen, Kupfer, sowie Anionen, wie Chlorid und Sulfat. Die wirksamsten DI-Systeme, wie zum Beispiel UNGER HydroPower DI, lassen das Wasser mit Hilfe eines Verteilungssystems durch das Harz strömen. Das löst den Ionenaustausch-Prozess aus: Die Mineralien binden sich an das Harz und werden zurückgehalten. Zur Deionisierung wird kein Strom benötigt, ein Leitungswasserdruck von circa 2,5 bar reicht in der Regel aus. Ein Aspekt, der aber berücksichtigt werden muss, ist der regelmäßige Austausch des Harzes. Es ist nach einiger Zeit von den aufzunehmenden Mineralien gesättigt und verliert dadurch seine Wirkung. Von UNGER gibt es etwa die QuickChange Harzbeutel für HydroPower DI Filter. Diese sind praktischerweise schon mit Harz gefüllt. So ist das Auswechseln besonders sauber, leicht und in wenigen Sekunden möglich.

RO-Verfahren: Mit Hochdruck Reinwasser erzeugen

In modernen Systemen erfolgt bei der Umkehrosmose (RO) die Entmineralisierung des Leitungswassers in einem 3-stufigen Prozess. So etwa bei dem UNGER HydroPower RO. Zuerst durchläuft das Wasser hierbei einen Karbon-Vorfilter, der Chlor und Sedimente entfernt. Anschließend wird es mit Druck durch zwei Hochleistungs-RO-Membranen gepumpt, die bis zu 98 Prozent der gelösten Mineralien und Verunreinigungen zurück halten.
An dieser Stelle erfolgt eine Trennung des Wasserflusses: in Abwasser auf der einen und reines Wasser auf der anderen Seite. Letzteres wird schließlich zum DI-Filter geleitet, wo sich verbleibende Mineralien an ein Premium-Ionenaustauschharz binden. Das Ergebnis: 100 Prozent reines Wasser.
Aber Vorsicht: Das empfohlene Anwendungsgebiet des RO-Systems liegt bei hartem oder sehr hartem Wasser und bei konstanter Wasserproduktion mit hohem Wasserbedarf. Wenn die feuchte Membran zu lange steht, verblockt sie und verringert ihre Leistung oder wird gar beschädigt. Daher ist der regelmäßige Betrieb bzw. das regelmäßige Spülen mit Wasser sehr wichtig. Praktisch ist daher ein intelligentes Assistenz-System, wie z.B. der RO Smartguard. Dieser überwacht die Leistung des Filtersystems während der Anwendung und informiert über eingeschränkte Reinwasserqualität. Zustand und Leistungsstatus sämtlicher Filterkomponenten werden über ein Display angezeigt. Eine Ampelanzeige gibt Auskunft darüber, wann die Filterkartuschen ausgetauscht werden müssen. So könnt ihr euch auf das Wesentliche konzentrieren – einen guten Job zu machen.

Reinwasseranwendung: So geht´s richtig!

Vor allem Glas- und Gebäudereiniger, die noch wenig Erfahrung mit Reinwasser-Systemen haben, machen Fehler bei der Anwendung. Das Ergebnis: Schlieren oder andere unschöne Rückstände auf der Fensterfläche. Welche die häufigsten Fehlerquellen bei der Arbeit mit Reinwasser sind und wie ihr diese vermeidet, könnt ihr hier nachlesen.

Welches System habt ihr im Einsatz und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Hinterlasst uns einen Kommentar auf Facebook oder schreibt uns per Email an clean@clean-magazine.com.

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Zengin

Was kostet die Maschine

Clean Magazine

Hallo Zengin,

vielen Dank für deine Nachricht und dein Interesse an der Maschine. Welche Maschine meinst du genau? Den HydroPower DI oder das HydroPower RO?

Gruß,
dein clean Magazine Team

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